Sonntag, 18. Dezember 2011

Buch Nr. 11 - Das vertauschte Gesicht - Åke Edwardson

Das hier ist dritte Fall für den Fahnder der Göteborger Kripo, Erik Winter.
In Winters Leben verändert sich gerade so einiges. Seine langjährige Freundin Angela zieht bei ihm ein und erwartet ein Kind von ihm.
Außerdem liegt Winters Vater, den er seit Jahren nicht gesehen hat, in Spanien im Krankenhaus und der Kommissar muss in den Flieger steigen.
Während er weg ist, geschehen in Göteborg zwei grausame Morde, und bei seiner Rückkehr, nimmt Winter sich des Falls an. Und es geschehen noch zwei weitere Morde, nach demselben Schema...
Es folgt ein spannendes Rätselraten.... und langsam kommt Winter dem psychisch kranken und labilen Täter auf die Spur. Während dieser sich gefährlich in Winters Leben einschleicht.....

Edwardson schreibt hier, wie in seinen anderen Romanen auch, auf mehreren Ebenen, lässt Szenen aufblitzen, und sorgt dafür, dass der Leser immer ein bisschen mehr weiß, als die Ermittler. So entsteht eine angespannte Atmosphäre die sich erst auf den letzten Seiten wieder entspannt.

Als ich heute spaßeshalber mal die Bewertungen des Buches gelesen habe, musste ich schmunzeln. Viele der Kommentierer beschweren sich darüber, dass man am Ende gar nicht weiß warum der Mörder es überhaupt getan hat, und dass man so viel zwischen den Zeilen lesen muss..
Ja, das stimmt auch. Edwardson schreibt nicht: Der Mörder hat seine Morde begangen weil er gerne Eis gehabt hätte und ihm keiner welches gegeben hat (was natürlich nichts mit dem Roman zu tun hat, ist nur ein Beispiel). Aber er gibt uns bereits vorher alle notwendigen Erklärungen für die Tatmotive und den psychischen Zustand des Täters. Das ist ein Roman für jemanden, der bereit ist, ein wenig mitzudenken. Nichts für jemanden der erwartet, dass alles ausformuliert wird....

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