Dienstag, 12. Juli 2011

Freilichtmuseum Hagen - Locki's Ausflüge Teil 5

Heute komme ich zu einem sehr schönen Ausflugsziel. Das LWL-Freilichtmuseum Hagen.

Das letzte Mal als ich das Freilichtmuseum besucht hatte, war ich ca. 5 Jahre alt und es handelte sich um einen Kindergartenausflug.

Seitdem hat sich das Museum deutlich verändert - und vergrößert. Es ist eine komplette Tagestour, hochinteressant für die ganze Familie. Wir waren gute 5 Stunden vor Ort, und haben es nicht geschafft, uns alle Werkstätten und Vorführungen anzuschauen. Derzeit wird sogar noch an vielen Stellen weiter ausgebaut.

Über den Rundweg durch die wunderschöne Bergische Landschaft, zwischen Bäumen, Bergen und Bächen entdeckt der Besucher eine Vielzahl Werkstätten, untergebracht in zierlichen Fachwerkhäusern. In jeder Werkstatt arbeitet ein Angestellter des Museums - aber Achtung - ALLE Handwerker sind Leute vom Fach. Und alle sind ausgesprochen sachkundig, freundlich und zuvorkommend. Nicht nur das: beinahe alle Werkstätten, sowohl die Werkzeuge, die mechanischen Anlagen als auch die Gebäude selbst sind die Originale. Aufgekauft oder gespendet, wurde das Material vor Ort ab- und im Museum wieder aufgebaut. So entsteht eine unglaubliche Atmosphäre und ein ganz besonderes Flair. Egal wo man sich gerade befindet, der ganze Besuch wird begleitet von den Schlägen der massiven, Wasserrad betriebenen Schmiedehämmer. 

Ich kann und will hier keine komplette Auflistung der 60 Werkstätten machen, die könnt ihr bei Interesse auf der Homepage finden. Aber nur mal so, zum Vergnügen, ein paar Beispiele davon, was ihr finden werdet: Nagel-, Sensen-, Bohrerschmieden, eine Bäckerei, eine Glockengießerei, eine Schnapsbrennerei in der derzeit sogar Single-Malt gebrannt wird, eine Bürstenwerkstatt, je eine Papier- und Ölmühle, eine Druckerei in der man selbst Papier bedrucken kann und die alle Drucke für das Museum herstellt, eine Fleischerei, eine Schreinerei, eine Löffelschnitzerei, eine Holzschuhmacherei, eine Achatschleiferei, eine Zigarrenfabrik, eine Kaffeerösterei, eine Senfmühle... und noch so vieles mehr!

Viele der vor Ort erzeugten Waren und Gegenstände werden im "Kolonialwarenladen" verkauft, zu vollkommen humanen Preisen. Übrigens sind auch die Eintrittspreise sehr in Ordnung: 7€ pro Erwachsenem, Kinder bis 6 Jahre frei, Jugendliche bis 17 Jahre: 2€. Die Gastronomiebetriebe vor Ort haben auch absolut normale Preise.

Weiterhin beherbergt der Standort das Deutsche Schmiedemuseum sowie weitere Dauer- und Sonderausstellungen.

Bei vielen Mitmachaktionen sowie auf den Themenspielplätzen lernt Groß und Klein so manches über die Arbeit oder die Natur. Das macht wirklich Spaß!

Und hier noch ein paar Fotos :) Leider hat meine Kamera mittendrin den Geist aufgegeben...












Voilà!

1 Kommentartare:

dicke, alte Frau hat gesagt…

Ein toller Bericht, der wirklich Lust auf einen Besuch macht.
Ganz liebe Grüße, die Tina